Cascina il Milin/Fratelli Rovero

Die Rovero-Geschwister, drei Brüder und eine Schwester, betreiben das Weingut, die Destillerie und den Agrotourismo gemeinsam. Heute betreiben sie Weinbau auf über 20 Hektaren, daneben haben sie noch einige Hektar für Obstanbau (für die Brennerei) und Ackerland (für Gemüse). Sie waren unter den Ersten in Italien, die ökologischen Weinbau betrieben, bereits seit den 70-iger Jahren arbeiten sie so.

Claudio Rovero ist für den Wein und die Brennerei verantwortlich. Durch seine ruhige selbstbewußte Art nimmt er Jeden für sich ein, der sich mit ihm zu einer toskanischen Zigarre zusammensetzt. Für den Wein und vor allem für die Destillate hat er mittlerweile eine große Reputation erarbeitet.

Seine größte Leidenschaft (neben den Zigarren) gilt der Brennerei: Alle Grappe werden aus frischen Trestern während der Erntezeit gebrannt. Die weißen Trester werden vor dem Brennen noch kurz vergoren, um die Frische und das Aroma zum Ausdruck zu bringen. Die roten Trester werden ohne Angären gebrannt, um den würzigen Charakter der Rotweinreben zu bewahren. Im kleinen Destillationsbetrieb wird nach traditionellen Verfahren mit zwei diskontinuierlichen Destillationsapparaten im schonenden Wasserbad gearbeitet. Diese Methode ermöglicht es, ein Maximum an Aromastoffen und Qualität zu erzielen. Die Trester für den Grappa di Barbera und Grignolino stammen von den Roveros, die Trester für den Grappa di Gavi von Stefano Bellotti (Cascina degli Ulivi) aus der weiteren Nachbarschaft, der ebenfalls ökologischen Weinbau betreibt.

Im Weinbereich ist in den letzten Jahren Enrico, einer der Söhne der Geschwister, in die Verantwortung gekommen. Es werden viele Rebsorten angebaut, besonderen Wert legen die Roveros auf den Barbara, der hier als Lagenwein zu ganz vorzüglicher Güte kommt.

Daneben gibt es auch interessante Weiße und andere Rote, unter anderem den Spätburgunder (Pinot Nero), der durch seine Kraft und Eleganz beeindruckt.